Der italienische Kaffee – eine Geschichte für sich

 

oder die Kulturgeschichte des Caffè

 

Schon im 9.Jahrhundert war der Kaffee als Getränk bekannt. Man geht davon aus, dass der Ursprung der Kaffeepflanze in Äthiopien liegt, genauer im Südwesten, in der Region Kaffa.
Sklavenhändler brachten den Kaffee auf ihren Karawanen im 14. Jahrhundert nach Arabien.

Allerdings wurde das Genussgetränk Kaffee in Arabien erst ab Mitte des 15. Jahrhunderts in der breiteren Bevölkerung getrunken. Eine Monopolstellung für den Kaffeehandel bekam die jemenitische Stadt Mocha oder auch Mokka genannt.

 

Interessant finde ich die Verbreitung des Kaffee in der Sprache. Aus dem arabischen Wort qahwa stammt die Bezeichnung kahve im türkischen, und von hier der italienische Begriff caffè, französisch cafè, coffee im englischen zum deutschen Kaffee.

Zwischen 1580 und 1600 kamen die ersten Nachrichten über den Kaffee in unsere Region, Deutschland und Italien. 1685 wurde in Wien das erste Kaffeehaus eröffnet, in Deutschland wurde schon 1673 das erste Kaffeehaus in Bremen aufgemacht. Auch in anderen Großstädten wie London, Amsterdam und Paris fand bald auch seine Kaffeefreunde.

 

und nun italienischer Kaffee – die italienische Kaffeekultur

 

Worin unterscheidet sich der typische Caffè von anderen Kaffeesorten dieser Welt? Vor allem in der speziellen italienischen Röstung. Italienischer Kaffee, durch die stärkere Röstung wird ein dunklerer Röstgrad der Kaffeebohne erreicht.

Das Ergebnis dieser italienischen Röstung liegt in einem stärkerem, mehr bitterem Geschmack, der auch leicht in`s süssliche im Abgang gehen kann. Der Säuregehalt wird dabei tief gehalten. Daher ist für viele Menschen der Genuss eines Kaffee aus italienischer Kaffee Röstung einfach bekömmlicher.

Quintessenz: Höhere Verträglichkeit bei mehr Bitterstoffen, weniger Säure und auch weniger Koffein.

Natürlich schmecken die einzelnen Espressokaffeeangebote unterschiedlich. Kaffeeröster verwenden unterschiedliche Kaffeebohnen aus unterschiedlichen Provinzien aus Südamerika und Mittelamerika. Auch das Mischen der Kaffeesorten Coffea arabica und Coffea robusta spielt eine grosse Rolle.

Arabica-Bohnen haben von Hause aus weniger Koffein, die Robusta-Bohnen bringen wesentlich mehr Aufputschwirkung mit sich. Also mal genauer den Packungsinhalt studieren.

Die angesehene Kunst der Kaffeerösterei spielt gerade bei den dunkleren Röstungen eine nicht unbedeutende Rolle. Großröstereien mit einem hohen Durchlauf rösten ihre Kaffeebohnen meist schneller bei höheren Temperaturen. Die Folge ist, dass die “Reife” etwas leidet und gerade die Bitterstoffe nicht im gewünschten Maß abgebaut werden.

Aber das Naturprodukt Kaffee braucht seine Zeit! Traditionell wurde wesentlich mehr Zeit investiert. Aber mittlerweile findet man hierzu auch wieder kleine und feine Privatröstereien, da lohnt es schon mal, sich umzusehen, speziell auch im Mutterland des Espresso Italien bzw. über online-Marktplätze.

 

Caffè espresso – eine Namensfindung

 

In Deutschland spricht man vom Espresso, doch in Italien wird man damit zwar verstanden, doch Italiener sprechen vom Caffè.

Von manchen wird nun vermutet, dass das Wort Espresso von der Zubereitungsgeschwindigkeit “Express” kommen könnte, also im Gegensatz vom Filterkaffee eine Schnellkaffeeart. Doch eigentlich bedeutet Espresso so etwas wie ein besonderer Ausdruck oder auch ausdrücklich. Ein Kaffee ausdrücklich für diesen Menschen gemacht.

Der in einer Bar oder im persönlichen Umfeld mit einer Espressokanne gemachte Moka-Express ist im engeren Sinne also auch kein richtiger Espresso, allerdings werden auch Bohnen nach der italienischen Röstung verwendet.

Die Bezeichnung Espresso stammt von der in Mailand begonnenen besonderen Kaffeezubereitung, bei der heisses Wasser mit höherem Druck durch feiner gemahlenes Kaffeemehl gepresst wurde. Auch hier war die italienische Röstung wichtig um einen intensiven Kaffeegeschmack zu bekommen.

Im “alten” Italien in der Region Neapel war die Caffetteria napoletana oder auch Macchinetta napoletana die ursprünglichere Variante zur Kaffeebereitung. In moderneren Zeiten wurde diese dann von der Caffettiera moka verdrängt.

Wer mal in Süditalien verweilt, kann ja mal nach dem neapolitanischen Kaffee fragen. Caffè alla napoletana gut zubereitet ist ein nussbrauner, cremiger und sehr aromatischer Genuss, der dann auch insoweit süchtig machen kann, dass man sich ein Modell der Macchinetta napoletana gerne mit nach Hause nehmen will.

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